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Religiolexikon

Bund gegen Anpassung <Neue Linke>

GND-Nummer

3017628-1

Oberbegriff
  • Organisation
Synonyme
Kurztext

Marxistisch-Reichistische Psychogruppe (vermutlich 1986 gegründet), die ursprünglich auf die psychotherapeutische Schule von Wilhelm Reich zurückgeht.

Haupttext

Der Bund gegen Anpassung ist der Nachfolger der Marxistisch-Reichistischen Initiative. hat ihren Ursprung in Freiburg im Breisgau und fällt durch eine besonders rigide Verfechtung seiner Lehrmeinung auf. Diese besteht darin, dass er sich als einzig wahrer Nachfolger Sigmund Freuds versteht. Die Gruppe tauchte nach 1989 mit Vorträgen und Flugblättern in den Neuen Bundesländern auf. Dort verkündete sie: 'Das Mittelalter lebt! - Die moderne Inquisition im großwestdeutschen Kirchenstaat' 'Ketzer, Juden, Sekten - Das Mittelalter lebt!' 1990 war die Gruppe in Jena aktiv und versuchte mit Vorträgen an der Friedrich-Schiller-Universität Fuß zu fassen. Der Hauptredner war Fritz Erik Hoevels, der mir durch seine absurden Gesellschaftstheorien zu Marxismus, Psychoanalyse und Politik besonders auffiel. Vor und nach den Vorträgen wurden dann oft Bücher und Flugschriften des Ahriman-Verlages verkauft. Hoevel ist nach meiner Kenntnis der Vordenker und die treibende Kraft im Bund gegen Anpassung und ein wichtiger Autor der Ariman-Verlages.

Zusammenfassung

Über die Anhängerzahl der Gruppe ist mir derzeit nichts bekannt. Es scheint so, dass der Ahriman-Verlag, der auf den deutschen Buchmessen durch eine aggressive und pointierte Werbung auffällt, das Sprachrohr des Bundes gegen Anpassung ist. Aus den Aktivitäten des Ahriman-Verlages ist zu entnehmen, dass sich der Verlag besonders an die alternative, politisch links gerichtete Szene wendet. Es bleibt abzuwarten, welche Position er im Kontext der Pegida-Bewegung in Deutschland einnimmt.

Über die Anhängerzahl der Gruppe ist nichts bekannt.

Bibliographie

Deutsche Bibliothek

Quellenlinks
Kritische Links
Autoren Winfried Müller
Geändert 14.01.2015