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Regression <Psychologie>

GND-Nummer

4132376-2

Oberbegriff
Synonyme
Kurztext

Die Regression ist ein Abwehrmechanismus unserer Psyche und dient der Angstbewältigung und ist ein zeitweiliger Rückzug auf eine vermeintlich sicherere, frühere Stufe der Persönlichkeitsentwicklung. Regresives Verhalten läuft meist unbewusst ab. (Vgl.: Wikipedia)

Haupttext

Durch die verschiedensten Anlässe können geistig hochentwickelte Individuen auf eine, geistesgeschichtlich gesehen, tiefere Stufe zurückfallen, bzw. zurückversetzt werden. Dieses Zurückfallen bezeichnet man als Regression. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlicher Natur sein. Regressionsmechanismen treten immer dann auf, wenn das Individuum seine existenziellen Probleme nicht mehr konventionell lösen kann. Seien es nun schwere Krankheiten, seelische Erschütterungen oder soziale Krisen. In allen o.e. Krisen lassen sich Regressionen nachweisen.

Der Begriff wird in psychotherapeutischem, soziologischen und religionswissenschaftlichem Zusammenhang als Bezeichnung für den Rückfall eines Individuums oder einer Gruppe in eine onto- oder phylogentetisch frühere Verhaltensweise verwendet. Durch die verschiedensten Anlässe können geistig hochentwickelte Individuen auf eine, geistesgeschichtlich gesehen, tiefere Stufe zurückfallen, bzw. zurückversetzt werden. Dieses Zurückfallen bezeichnet man als Regression. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlicher Natur sein. Regressionsmechanismen treten immer dann auf, wenn das Individuum seine existenziellen Probleme nicht mehr konventionell lösen kann. Seien es nun schwere Krankheiten, seelische Erschütterungen oder soziale Krisen. In allen oben erwähnten Krisen lassen sich Regressionen nachweisen.

Regression lässt sich künstlich durch Psychopharmaka, Indoktrination oder Drogen erzeugen. In diesen Fällen wird durch das Lähmen oder Ausschalten des rationalen Denkens eine Verhaltensweise erzeugt, die ontogenetisch einer früheren Stufe entspricht. In religionswissenschaftlichem Zusammenhang haben regressive Methoden besonders in der Esoterik beim Rebirthing oder bei Seelenwanderungstheorien Bedeutung erlangt.

Zusammenfassung

Regression läuft unbewusst ab und lässt sich in der Regel auch nicht durch das Bewusstsein steuern, da es Prozess ist, der genetisch in unserer Psyche verankert ist. In der modernen Psychologie ist der Begriff nicht unumstritten, da ein Entwicklungsmodell zur Voraussetzung hat, nach dem sich genau so wie in der Phylogenese auch in der Ontogenese das Leben vom einfachen zum komplexen entwickelt. 

"Der Psychoanalytiker Michael Balint wertet Regression erstmals auch als Bewältigungsmechanismus, der einer Selbstregulation dienlich ist. Damit einhergehend wird die Beziehung von Patient und Therapeut mit ihren „heilenden“ Aspekten ebenfalls deutlich hervorgehoben. Danach gilt Regression als ein therapeutisches Moment, in dem wesentliche Bestandteile der interaktiven Beziehung zwischen Patient und Therapeut Berücksichtigung finden.[5] So unterscheidet sich der Regressionsbegriff von Balint nicht nur inhaltlich von dem ursprünglich von Freud verwendeten Begriff, sondern kann auch therapierelevant angewendet werden." (Wikipedia, Stand: 23. 02. 2018)

"Auch Reinhart Lempp versucht einen deutlich positiven Zugang zum Phänomen der Regression herzustellen: Er beschreibt Regression als beinahe alltägliches, oft nur kurz andauerndes Verhalten, das den Menschen vor den Zumutungen der Gegenwart und seinen Selbstzweifeln zeitweise schützt und ihm Gelegenheiten des Durchatmens verschafft.[6]" (Wikipedia, Stand: 23. 02. 2018)

Bibliographie

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Autoren Winfried Müller
Geändert 23.02.2018