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Barnumeffekt

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Oberbegriff

Psychologie

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Kurztext

Der Barnum-Effekt, auch Forer-Effektoder Täuschung durch persönliche Validierung(engl. personal validation fallacy[1]) genannt, entstammt der Psychologie und bezeichnet die Neigung von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren.

Der Begriff wurde von Paul Meehl eingeführt und ist nach dem Zirkusgründer Phineas Taylor Barnum benannt. Dieser unterhielt ein großes Kuriositätenkabinett (American Museum), das „jedem Geschmack“ etwas bieten sollte („a little something for everybody“). Erste Forschungen zu diesem Phänomen fanden jedoch bereits in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland und Frankreich statt.[2] Unter der Bezeichnung „Verifikationsphänomen“ wurden wesentliche Aspekte des Barnum-Effekts vorweggenommen. (Wikipedia [Stand: 11. 09. 2014])

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Zusammenfassung
Bibliographie

Deutsche Nationalbibliothek

Einzelnachweise

  1.  B. R. Forer: The fallacy of personal validation; a classroom demonstration of gullibility. In: Journal of Abnormal Psychology. Band 44, 1949, PMID 18110193 , S. 118–123
  2.   Christoph Bördlein: Frühe Forschungen zum „Barnum-Effekt“. In: Skeptiker. 13, Nr. 1, 2000, S. 44-45.
  3.   R. Meili: Hasard et Psycho-Diagnostic. In: Archives de Psychologie. 21, 1928, S. 198-207.
  4.  H. Krüger, K. Zietz: Das Verifikationsproblem. In: Zeitschrift für angewandte Psychologie. 45, 1933, S. 140-171.
  5.   Otto Bobertag: Bemerkungen zum Verifikationsproblem. In: Zeitschrift für angewandte Psychologie. 46, 1934, S. 246-249.
  6.  Otto Bobertag: Ist die Graphologie zuverlässig? Kampmann, Heidelberg 1929
  7.   Michel Gauquelin: Dreams and Illusions of Astrology. Glover & Blair, London 1980, ISBN 9780906681046.
Quellenlinks
Kritische Links

GWUP

Skeptic's Dictionary

Link zu Wikipedia
Autoren Winfried Müller
Geändert 29.03.2018