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Religiolexikon

Chakra

GND-Nummer

4009303-7

Oberbegriff
Synonyme
  • Cakra
  • Shakra
Verwandte Begriffe
Kurztext

Im Sanskrit wörtlich: Rad (eines Wagens). Im Tantrismus Bezeichnung  für mystische Energiezentren, die nach hinduistischer Vorstellung Teil eines spirituellen Körpers, der im physischen Körper verborgen sei. Je nach Schulrichtung werden fünf oder sieben "Räder" (Chakras) unterschieden.

Haupttext

Die sieben Chakras im Hinduismus und Buddhismus

1. Muladhara

Wurzelchakra  
Lotusblätter: 4
Sitz: zwischen Afteröffnung und Geschlechtsorgan
Mantra: LAM
Zuordnung Erde
   

2. Svadhistana

Sacralchakra (Milzchakra)  
Lotusblätter: 6
Sitz: am Geschlechtsorgan
Mantra: VAM
Zuordnung Wasser
   

3. Manipura

Nabelchakra  
Lotusblätter: 10
Sitz: In der Höhe des Nabels
Mantra: RAM
Zuordnung Luft
   

4. Anahata

Herzchakra  
Lotusblätter: 12
Sitz: am Herzen
Mantra: YAM
Zuordnung Luft
   

5. Visuddha

Halschakra  
Lotusblätter: 16
Sitz: am Hals
Mantra: HAM
Zuordnung Äther
   

6. Ajna

Das dritte Auge (Stirnchakra)  
Lotusblätter: 2
Sitz: auf der Stirn (zwischen den Augenbrauen)
Mantra: OM
Zuordnung Verstand
   

7. Sahasrara

Kronenchakra (Scheitelchakra)  
Lotusblätter: 1000
Sitz: oberhalb des Kopfes
Mantra: OM (HAM)
Zuordnung Licht
   

Die Chakra-Lehre in der Esoterik

Nach der esoterischen Adaption der Chakra-Lehre soll der grobstoffliche Körper an sieben Punkten mit dem  Astralleib verbunden sein. Solche Verbindungen werden als Energiezentren aufgefaßt. Die Verbindungsstellen, die trichterförmig mehrere Zentimeter über den Körper hinausragen, denen alle unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben werden, sollen mit Hilfe von bestimmten Techniken positiv beeinflußt werden, um eine Harmonie zwischen dem geistigen Leib und dem körperlichen Leib herzustellen.

Zusammenfassung

Die Lehre von den Chakras ist fester Bestandteil esoterischer Konstrukte. Dabei wird in der Regel vergessen, dass es sich bei den Meditationsformen um eine hochwirksame Psychotechnik handelt. Sowohl im hinduistischen als auch im buddhistischen Tatrismus ist man sich dieser Tatsache sehr wohl bewusst und besteht darauf, dass ein Schüler die Meditationstechnik nur unter der Führung eines erfahrenen Gurus oder Lamas erlernen soll.

Die Chakren-Lehre wird oft als Basis esoterischer heilpraktischer Tätigkeit angeführt, ohne dabei den ursprünglichen religiösen Kontext der Lehre zu beachten.

Bibliographie

Deutsche Nationalbibliothek

Index Theologicus

Quellenlinks

Beispiele für Chakra in der Esoterik

Link zu Wikipedia
Autoren Winfried Müller
Geändert 31.07.2018